Stadtwerke schließen Wasserschutzkooperation

Landwirte setzen sich für Schutz des Lebensmittel Wasser ein

Feldbegehung mit den beteiligten Landwirten und Stadtwerkeleiter

Bei einer Feldbegehung mit den beteiligten Landwirten und Stadtwerkeleiter

Die Stadtwerke Vilsbiburg haben mit elf Landwirten, deren Äcker  auf einer Fläche von ca. 150 Hektar im Bereich des Trinkwasserschutzgebietes Zeiling liegen, eine Kooperation zum Grundwasser-schutz geschlossen. Zum symbolischen Projektstart mit einer Feldbegehung dankte Stadtwerkeleiter Wolfgang Schmid den mitwirkenden Landwirten: „Wasser zählt zu den wichtigsten Lebensmitteln, es wird regional gewonnen und erreicht die Verbraucher auf kurzem Weg. Die hohe Qualität des Was-sers wird von den Verbrauchern oftmals als selbstverständlich betrachtet, sie ist jedoch nur mit kon-sequentem Einsatz der Landwirte möglich.“

 

Die landwirtschaftlichen Familien sind schon seit mehreren Generationen in der Region verwurzelt und haben durch ihre nachhaltige Wirtschaftsweise dazu beigetragen, dass sich die Wasserqualität in Vilsbiburg auf einem sehr hohen Niveau befindet. Dies beweisen die aktuell sehr niedrigen Nitratwerte im Boden, welche in naher Zukunft Auswirkungen auf das Grundwasser haben werden. In der kürzlich geschlossenen Kooperation versuchen die Stadtwerke in Zusammenarbeit mit den Landwirten und der Farmtastic Consulting GmbH weitere Verbesserungen im Anbau umzusetzen. Hierfür wurden die Flächen nach der Albrecht-Methode betrachtet. Es wird nicht nur Stickstoff untersucht, sondern auch die Nährstoffe Calcium, Magnesium, Kalium, Phosphor und Schwefel sowie eine Reihe an weiteren Spurennährstoffen. Diese Untersuchungsergebnisse werden verwendet, um ein ganzheitliches Düngesystem umzusetzen. Nach dieser Methode wird die Fruchtbarkeit der Böden erhöht, da nicht nur die Nährstoffe, sondern auch die Nährstoffverhältnisse berücksichtigt werden. Durch die verbesserte Stickstoffeffizienz wird der Nitrateintrag weiter reduziert. Ebenfalls wird mit dem Einsatz von natürlichen organischen Düngern und Zwischenfrüchten der Humus und somit die Fruchtbarkeit der Böden erhöht. Durch den ausgewogenen Einsatz von Nährstoffen sind die Pflanzen gesünder und widerstandsfähiger, so profitieren auch die Tiere, die damit gefüttert werden.

 

Während der Vegetation werden die Bestände mit sogenannten Stickstoffsensoren kontrolliert und daraus werden wieder die weiteren Düngungsschritte abgeleitet.

 

Mit dieser Kooperation zeigen die Landwirte in der Region wieder einmal mehr, wie wichtig ihre Arbeit jetzt und in Zukunft für die Gemeinschaft ist. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass in Vilsbiburg die Landwirte und die Stadtwerke an einem Strang ziehen und an einer gemeinsamen Zukunft arbeiten. „Der Grundwasserschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und nicht nur die Aufgabe Einzelner.“ resümiert Schmid.

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